Wozu braucht es Newsletter?

Ich kann mir mit KI Informationen zu praktisch jedem Thema zusammensuchen und in meinem Schreibstil aufbereiten lassen.

Ich kann mir Studien, Videos, Web Seiten, Bücher und vieles anderes zusammenfassen lassen, Referenzen und Links dazu schreiben lassen.

Ich kann mir erklären lassen, wie andere Menschen und Gemeinden ein bestimmtes Problem lösen und die Unterschiede sogar in Tabellen mit Bewertungen generieren lassen.

Und wenn mir die Antwort zu lang ist, lasse ich mir eben noch eine Zusammenfassung der Zusammenfassung erstellen.

Der Zugang zu Informationen ist definitiv heute nicht mehr das Problem.

Aber vielleicht ist “Information” auch gar nicht der wichtigste Grund, weshalb ich Newsletter, Beiträge oder Bücher von anderen Menschen lese.

  • Manchmal brauche ich keine weitere Antwort.
  • Manchmal brauche ich eine andere Sicht.
  • Eine Erfahrung, die jemand gemacht hat.
  • Eine Beobachtung, bei der ich denke: Interessant. So habe ich das noch gar nicht gesehen.
  • Oder eine Geschichte, in der ich plötzlich etwas wiedererkenne.
  • Vielleicht entsteht daraus sogar eine Frage, die ich vorher noch gar nicht hatte.

Eine andere Sicht kann helfen, Dinge zu erkennen, die man selbst längst nicht mehr hinterfragt.

Allerdings nur, wenn man bereit ist, sie auch anzunehmen.

Und wenn wir die unterschiedlichen Sichtweisen, Erfahrungen, Problembeschreibungen anhören, dann werden Brücken gebaut, Polarisierungen vermindert, Dialog aktiviert, Demokratie gelebt.

Steve de Shazer: „Kommunikation ist eine Aneinanderreihung mehr oder weniger nützlicher Missverständnisse.“ 

Der Text basiert auf einem Newsletter von Matthias Künzi , Visuellklar