Gestaltung öffentlicher Raum Bahnhof Wald
Bericht von unserer Co Präsidentin Maya Hauser Gutknecht
Der Gemeinderat Bäre Hess hat zusammen mit Daniel Vogt, Abteilungsleiter Infrastruktur zum Stand des Planungsprozesses rund um den Bahnhof Wald informiert.
Der Anlass im Schwertsaal war sehr gut besucht und die komplexen Problemstellungen und vielen Informationen stiessen auf grosses Interesse. Anwesend waren auch zahlreiche Projektbeteiligte wie Landschaftsplaner, Verkehrsplaner, Vertretung der SBB und Besitzer der angrenzenden Gebäude, die Fragen der Teilnehmenden direkt beantworten konnten.
Der Bahnhofplatz ist derzeit stark erneuerungsbedürftig. Der Bodenbelag bröckelt und heizt sich im Sommer stark auf. Zudem gibt es Barrieren, die die Bewegungsfreiheit einschränken und der Platz lädt nicht zum Verweilen ein.
Vor 14 Jahren wurde mit der Planung begonnen. Es ist schwierig die zahlreichen und auch widersprüchlichen Interessen in einer allgemein zufriedenstellenden Planung vorzulegen. So soll bei eingeschränkten Platzverhältnissen ein sicherer Verkehrsfluss zwischen Fussgänger, Zweiradfahrer, PW’s und Bussen gewährleistet werden.
Geplant ist, dass die Begegnungszone der oberen Bahnhofstrasse bis zum Bahnhof erweitert wird. Zur Orientierung sollen unterschiedliche Bodenbeläge eingesetzt werden.
Zusätzliche 45 klimaresiliente Hochstammbäume sollen künftig das Ortsbild aufwerten und bei Hitze kühlenden Schatten spenden. Vieles bleibt beim Alten, so kommt der historische Steinbrunnen in einem Pärkli zu stehen und die Recycling-Sammelstelle bleibt am Ort bei der Barriere. Für die Velos ist entlang des Geleises ein(!) gedeckter Velounterstand vorgesehen.
Begi Diggelmann bringt sich proaktiv mit der Idee ein, die grosse Park und Ride (P+R) Fläche der SBB «unter den Boden» zu bringen. Mit seinem visualisierten Vorschlag von einer grünen grosszügig gestalteten Begegnungsoase lässt er die Herzen der Walderinnen und Walder höherschlagen. Leider vertritt die SBB zur Zeit die Meinung, das P+R besser genutzt wird, wenn Autos in der prallen Sonne stehen oder im Winter eingeschneit werden. Unterirdisch gibt es zwar auch, ist aber nicht die Regel.
Bedenken wurden geäussert, dass Randständigengruppen/ Heimbewohner, Littering sowie Lärm von Autofreaks die Ambiente im künftigen Pärkli stören könnten.
An der anliegende Gartenstrasse wird eine Seite des Trottoirs zugunsten eines Velostreifens aufgehoben. Auch dort werden zwischen den Parkplätzen Bäume gepflanzt.
Leider verpasst die Planung einen Lösungsvorschlag für die bereits bestehende Problematik der aus Richtung Laupen herkommenden Verkehrsteilnehmer zu machen. Hoffen wir, das dauert nicht weitere 14 Jahre. Es wird auch bemängelt, dass die möglicherweise künftigen Autoparkiermöglichkeiten im gewünschten Neubau (Areal heutiger P+R/ Güterschuppen) nicht ganzheitlich in die Gestaltung des heute behandelten Areals berücksichtig wurden.
Bis am 31. August liegen die Pläne im Bauamt öffentlich auf. In dieser Frist können Anregungen gemacht und Fragen gestellt werden. Das Bauprojekt soll auf Ende 2026 erstellt werden. Im Anschluss folgt die Prüfung durch die kantonalen Fachstellen. Frühestens in einem Jahr wird das Bauprojekt öffentlich für 30 Tage aufgelegt. Während dieser Frist können Einsprachen erhoben werden. Auf der Homepage der Gemeinde Wald kann unter «Neuigkeiten» die Präsentation des Anlasses eingesehen werden.