Nachhaltige Ernährung im Alltag

Claudio Beretta, Gründer und Vereinspräsident Verein foodwaste.ch, hat am Dienstag 24. September in seinem Vortrag zu Foodwaste eindrücklich aufgezeigt wie viel Wasser die Produktion eines Apfels, wie viel Land für die Nahrungsmittelproduktion verbraucht und wie viel jede Sekunde davon verbaut wird. Seine Studien zeigen aber auch auf, dass rund 30% des CO2 Ausstosses durch die Lebensmittelproduktion entstehen. Der Verkehr trägt nur 20% bei.

In der Schweiz gehen jährlich 2’300’000’000 kg Lebensmittel verloren. Das entspricht einer Lastwagenkollone von Zürich bis Madrid. 45% davon ensteht in den Haushalten. Wenn wir hier diese Verluste verringern müssen wir auf nichts verzichten und erreichen doch viel.

Was kann ich persönlich tun?

  1. Die richtigen Politiker wählen. Liste 6 und Marionna Schlatter in den Ständerat.
  2. Nimm dir die 5 Tipps, die der Verein Foodwast.ch für das persönliche Verhalten auf seiner Webseite publiziert hat zu Herzen.

Plane deinen Wochenbedarf und erstelle eine Einkaufsliste. Bevor du einkaufen gehst, wirf einen Blick in den Kühlschrank um zu sehen, was noch da ist.

Kaufe nur was du brauchst. Gib kleinen oder unverpackten Portionen den Vorzug und sei vorsichtig mit Aktionen – nur kaufen, wenn du sie auch wirklich konsumieren wirst.

Kaufe wenn immer möglich lokal und saisonal.

Iss etwas Kleines vor dem Einkauf – ein knurrender Magen wird dich dazu verleiten, mehr zu kaufen als du brauchst!

„Zu verbrauchen bis“, „Zu verkaufen bis“ und „Mindestens haltbar bis“ haben unterschiedliche Bedeutungen! Wenn das Datum „zu verbrauchen bis“ überschritten wurde, solltest du die Lebensmittel nicht mehr konsumieren. Ansonsten gilt: Orientiere dich nicht nur an den Daten, sondern vertraue auf deine Sinne – sehen, riechen, schmecken – um herauszufinden, ob die Lebensmittel noch geniessbar sind.

Stelle die Temperatur deines Kühlschranks auf 5ºC ein – bei wärmeren Temperaturen wird das Wachstum schädlicher Bakterien begünstigt.

Bewahre Essensreste in durchsichtigen Behältern auf. Platziere sie so, dass du sie nicht vergisst und konsumiere sie innerhalb von 1 bis 3 Tagen.

Hast du zu viel eingekauft und kannst nicht alles davon essen? Die meisten Lebensmittel können eingefroren werden! Brot bis zu drei Monaten, gewisse tierische Produkte bis zu einem Jahr! Achte bei tierischen Produkten darauf, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird.

Organisiere dich gut – verwende das first-in-first-out-Prinzip für verderbliche Lebensmittel wie Früchte und Gemüse: Ältere Produkte kommen nach vorne, was neu in den Kühlschrank kommt, geht nach hinten.

Hier eine Kartoffel zu viel, dort ein kleiner Rest Pasta im Topf – häufig sind es kleine Portionen, die übrig bleiben und dann entsorgt werden. Der beste Trick, dies zu umgehen: Schon vor dem Kochen richtig portionieren!

Serviere kleinere Portionen und schöpfe nach, falls du noch immer hungrig bist.

Wenn dennoch etwas übrig bleibt: Richtig lagern, dann kannst du es zu einem späteren Zeitpunkt geniessen oder daraus ein neues Menü zaubern. Oder nimm die Reste deines Abendessens am nächsten Tag mit zur Arbeit.

Weisst du nicht, was du kochen sollst? Viele Rezeptideen findest du online. Fehlt dir für dein Rezept eine Zutat? Bestimmt lässt es sich umwandeln – lass deiner Kreativität freien Lauf!

Widme einen Tag pro Woche der Resteverwertung, z.B. den Montag, wenn du Reste hast vom Wochenende und keine Lust, lange in der Küche zu stehen.

Keine lust, nochmals die gleichen Reste zu Essen? Verwandle die Reste in ein neues Menü – hast du zum Beispiel schon einmal daran gedacht, aus Kräuterresten ein leckeres Pesto zu zaubern?

Teile deine Liebe zum Essen mit Freunden und Familie, damit die Reduktion von Food Waste auch in deinem Umfeld zur Ehrensache wird.

Zu viel Essen im Haus? Verschenke es an Freunde oder Nachbarn (siehe myfoodsharing.ch).

Kenne deine Lebensmittel – und wie du sie am besten lagerst, portionierst und zubereitest. Nützliche Tipps findest du unter foodwaste.ch.

Spende und werde Mitglied von foodwaste.ch.

Lade diese 5 Tipps zum ausdrucken und an den Kühlschrank heften als PDF herunter.

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